Fokus auf den Balkan

SWISS FILMS Filmprogramme in Südosteuropa

16.04.2026

Den Auftakt dieser vielfältigen Programmauswahl macht der Schweizer Fokus am Festival ZagrebDox 2026 (19.-26. April 2026). Unter anderem ehrt das Festival den Regisseur Christian Frei mit einer Retrospektive und dem Honorary Big Stamp Award.

Die umfangreiche Retrospektive des ZagrebDox gibt einen Einblick in das Werk des renommierten Schweizer Dokumentarfilmers Christian Frei – vom Oscar-nominierten WAR PHOTOGRAPHER bis zu seinem neuesten Film BLAME, der 2025 am Festival Visions du Réel seine Weltpremiere hatte. Frei hält am 21. April eine Masterclass unter dem Titel «Magnification That Will Endure» und ist Teil der dreiköpfigen Internationalen Jury.

Festivaldirektor Nenad Puhovski wird Christan Frei nach dem Screening von WAR PHOTOGRAPHER am 21. April den Honorary Big Stamp verleihen. Dieser Ehrenpreis würdigt Filmeschaffende, die herausragende Arbeit geleistet haben, und seit Jahren von entscheidender Bedeutung für den Dokumentarfilm sind. Die Auszeichnung ging 2025 an den Schweizer Filmemacher Peter Mettler, in den vergangenen Jahren an internationale Regiegrössen wie Gianfranco Rosi oder Werner Herzog.

Die Schweizer Regisseurin Elena Avdija nimmt am Industryprogramm ZagrebDox Pro (20. – 25.4.2026) teil. Sie präsentiert im Rahmen des «Slow Pitch» ihr neues Dokfilm-Projekt WARRIORS’ WHISPER, welches von Close Up Films als Koproduktion mit dem Kosovo produziert wird.

Branchenaustausch in Sarajevo

Die Schweiz ist Gastland der CineLink Industry Days, die parallel zum Sarajevo Film Festival (14.-21. August) stattfinden. Diese Branchenveranstaltung ist eine wichtige Anlaufstelle für Filmschaffende in Südosteuropa und bei der Förderung von Koproduktionen in der Region.

Die Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin  Andrea Štaka wird mit einer Delegation von Schweizer Produzent:innen nach Sarajevo reisen. Štaka hat bereits mehrere ihrer Filme am Festivalfestival in Sarajevo präsentiert und wurde dort für DAS FRÄULEIN (2006) und MARE (2020) ausgezeichnet.

Maša Marković (Head of Industry) hält fest, wie eng die Beziehung zwischen der Schweiz und dem Balkan ist: «Viele Schweizer Filmschaffende, Produzent:innen und Autor:innen mit Wurzeln in Südosteuropa haben dazu beigetragen, eine starke Verbindung zu dieser Region aufzubauen. Mit der Teilnahme der Schweizer Delegation wird diese Verbindung durch Dialog, Austausch und neue Kooperationen weiter gestärkt.»

Drei Programme im Kosovo

Vom 12. bis 18. Juli stellt das Anibar Animation Festival Schweizer Animationsfilme sowie deren Macher:innen ins Rampenlicht. Das Ziel von Festivaldirektorin Arba Hatashi ist es, eine kreative Freundschaft zwischen Animationsfilmschaffenden aus der Schweiz und dem Kosovo zu etablieren und den Austausch sowie zukünftige Koproduktionen zu ermöglichen

Im August folgen das internationale Dokumentar- und Kurzfilmfestival Dokufest in Prizren sowie im September das Pristina Film Festival PriFest mit einem Schweizer Programm.

Ebenfalls im August ist die Schweiz am internationalen Dokumentarfilmfestival Beyond Borders im griechischen Kastellorizo als Gastland eingeladen.

Zum Abschluss des SWISS FILMS Balkan-Schwerpunktes widmet das Animationsfilmfestival Animateka in Ljubljana Ende November dem Schweizer Animationsfilmer Claude Barras einen Fokus. Der Oscar-nominierte Regisseur von MA VIE DE COURGETTE, Stammgast des Festivals, wird über seine Arbeit sprechen und als Jurymitglied walten.

Engagement für die Schweizer Filmkultur

Um den filmkulturellen Dialog zu pflegen und gezielt neue Filmmärkte zu erschliessen, vermittelt SWISS FILMS weltweit Filmprogramme in Kooperation mit internationalen Filminstitutionen oder Festivals. Meist werden diese Programme mit Unterstützung der Schweizer Auslandsvertretungen realisiert.

Die Programme des Balkan-Fokus’ wurden dank Partnerschaften mit den Schweizer Botschaften in Kroatien, Kosovo, Bosnien und Herzegowina sowie Slowenien ermöglicht.

Newsletter